Pray for Paris Nov14

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Pray for Paris

Mit Entsetzen und Unverständnis haben die Dekanatsjugendkammer und der Leitende Kreis des Evangelischen Jugendwerks Rosenheim von den gestrigen Attentaten in Paris erfahren. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gelten allen Einwohnern Frankreichs, der Stadt Paris und ganz besonders natürlich den Angehörigen der Ermordeten und Verletzten und diesen selbst.

Menschen aller Altersgruppen, Herkunftsländer, Weltanschuungen und Religionen wurden gestern um der reinen Provokation willen ermordet. Es ist unsere Überzeugung, dass die Waffe nie ein Mittel der Wahl sein darf, um die eigenen Anschauungen durchzusetzen. Diese Attentate waren nicht nur Attentate auf eine Stadt oder ein Land, sondern ebenso ein Angriff auf den Dialog, die Völkerverständigung und den Glauben daran, dass sich Probleme und Meinungsverschiedenheiten friedlich lösen lassen. Wir glauben aber weiter daran. Daran, dass es eine Lösung jenseits von Schnellfeuergewehren und Sprengstoff gibt; dass es eine Lösung gibt, mit der am Ende alle zufrieden sind und wir glauben an einen Weg, mit dem wir alle gemeinsam ein friedliches Zusammenleben garantieren können, wie es sich der überwältigende Teil der Menschheit wünscht. Wir werden uns unser Vertrauen in das Gute im Menschen nicht durch einige extremistische Mörder nehmen lassen, die sich zu allem Überfluss noch den Deckmantel der Religion überwerfen, um ihre Taten zu rechtfertigen. Es gab noch nie eine Rechtfertigung für Mord, es gibt sie nicht und es wird sie auch niemals geben.

Wir warnen daher ebenso davor, diese schrecklichen Ereignisse zu instrumentalisieren; für oder gegen wen auch immer. Wer glaubt, politische Ziele durch solche Anschläge rechtfertigen zu können, hat nicht verstanden, dass die gestrigen Attentate nicht einem bestimmten Kulturkeis oder Volk galten sondern dem Konzept des friedlichen Zusammenlebens. Wer nun stumpf gegen Flüchtlinge oder den Islam hetzt, setzt das Werk der Täter nur fort: Die Bevölkerung in Angst und Verunsicherung zu versetzen. Eine aufgeklärte Gesellschaft muss fähig sein, zwischen den Mördern und denjenigen, die vor ihnen fliehen, zu differenzieren. Sie muss fähig sein, einen Unterschied zu sehen dazwischen, dass die Täter ihre Morde durch einen Glauben zu rechtfertigen versuchen, der gleichzeitig von Millionen von Muslimen friedlich ausgelegt und gelebt wird.

Der Leitende Kreis und die Dekanatsjugendkammer des Evangelischen Jugendwerk Rosenheim